Systemische Therapie postpartale Depression
und psychische Krisen

Keine Freude über das Baby

Manchmal können sich (werdende) Mütter nicht über die Schwangerschaft oder ihr Baby freuen. Sie fühlen sich traurig, mutlos, erschöpft und hoffnungslos. Sie kämpfen dagegen an, aber kommen alleine aus dem Tief nicht heraus.

 

Durch Schwangerschaft oder Geburt ausgelöste seelische Krise

Das kommt leider häufig vor und geschieht vielen Müttern rund um die Geburt. Die Ursachen sind sehr individuell, es greifen meist verschiedene Faktoren ineinander. So können es biologische, hormonelle oder medizinische Ursachen sein. Häufig auch bereits vorhandene psychische, soziale oder gesellschaftliche Belastungen. Im Info-Block können Sie mehr darüber erfahren.

 

Sich nicht mehr alleine fühlen

Oft fühlen sich (werdende) Mütter, denen es seelisch nicht gut geht, mit dem Baby sehr allein. Sie haben den Eindruck, dass es rundherum nur glückliche und zufriedene Mütter und Väter gibt und sie auch sonst niemand versteht. Denn noch immer sind psychische Probleme rund um die Geburt überwiegend ein Tabu.

 

Auch (werdende) Väter können betroffen sein

Ein noch größeres Tabu und unbekannter sind seelische Krisen rund um die Geburt bei (werdenden) Vätern. Auch für sie stellt die Umstellung auf ein Leben mit Baby oftmals eine große Herausforderung dar, manchmal auch verbunden mit entsprechenden Sorgen und Ängsten bis hin zu depressiven Verstimmungen.

 

Darüber reden ist ein Anfang

Für Betroffene ist es ein erster wichtiger Schritt, wenn sie darüber reden, wenn sie vielleicht zum ersten Mal aussprechen können, dass sie sich schlecht fühlen, nicht glücklich sind und sich nicht freuen.

 

Systemisch therapeutische Unterstützung

Wir schauen uns gemeinsam Ihre persönliche Thematik an, was Ihnen zu schaffen macht und wie es Ihr jetziges Leben beeinflusst. Mit Hilfe von Methoden der systemischen Therapie erarbeiten wir zusammen Strategien, die Ihnen helfen, aus dem Tief herauszukommen. Außerdem schauen wir, ob eine weiterführende Behandlung an anderer Stelle sinnvoll sein kann. Ich berate Sie über die verschiedenen Möglichkeiten. Mein Angebot gilt für (werdende) Mütter und Väter.

Termine nach Absprache

Hausbesuch

95,00 Euro/Stunde

Beratungs-Paket

5 Termine nach Bedarf

415,00 Euro

Praxis Bad Vilbel

85,00 Euro/Stunde

Beratungs-Paket

5 Termine nach Bedarf

375,00 Euro

Fahrtkosten sind bis 25 km ab Bad Vilbel inklusive.

 

Eine Paarberatung ist nach Absprache ebenfalls möglich.

Das besondere Angebot

Übergangsbegleitung

Sie haben sich bereits Hilfe geholt und eventuell eine Diagnose. Vielleicht konnten Sie einen Platz bei einem Therapeuten, in einer Mutter-Kind- oder Tagesklinik bekommen. Es dauert aber noch eine Weile, bis die Behandlung beginnt. Die Zeit bis dahin fühlt sich für Sie viel zu lange an und Sie haben Sorge, es bis zum Beginn Ihrer Behandlung schwer aushalten zu können.

 

Für diesen Zeitraum habe ich das Konzept der Übergangsbegleitung gestaltet. Wir entwickeln gemeinsam Strategien, mit denen Sie die Zeit bis zum Behandlungsbeginn besser überbrücken können. Es geht hier um das Erhalten Ihrer Stabilität und praktische Umsetzungen für den Alltag. Gerne bin ich für Sie da und begleite Sie.

Termine nach Absprache

Bei Ihnen zu Hause

95,00 Euro/Stunde

Beratungs-Paket

5 Termine nach Bedarf

415,00 Euro

Praxis Bad Vilbel

85,00 Euro/Stunde

Beratungs-Paket

5 Termine nach Bedarf

375,00 Euro

Die Formen der psychischen Krisen werden in drei Kategorien aufgeteilt, die hier erläutert werden.

Info-Block

Die Formen der psychischen Krisen werden in drei Kategorien aufgeteilt, die hier erläutert werden.

Info-Block

Das postpartale Stimmungstief (Baby-Blues)

Zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Entbindung entsteht häufig ein kurzes Stimmungstief, umgangssprachlich auch Baby-Blues genannt. Anzeichen sind: Traurigkeit, häufiges Weinen, besondere Empfindsamkeit, Stimmungsschwankungen, größere Ängstlichkeit, Reizbarkeit, ambivalente Gefühle dem Baby gegenüber.

Das nachgeburtliche Stimmungstief ist zeitlich begrenzt. Ursachen sind die starke hormonelle Veränderung des Körpers nach der Geburt sowie die Umstellung auf das neue Leben. Das Stimmungstief muss nicht behandelt werden. Die Mutter benötigt Zeit und Ruhe sowie Verständnis und Betreuung des Umfelds.

Die peripartale/postpartale Depression (oft auch Wochenbettdepression genannt)

Diese Krankheitsbilder können sich während der Schwangerschaft sowie im ersten Jahr nach der Geburt des Babys entwickeln. Betroffen sind bundesweit ungefähr 10 bis 20 % aller Mütter. Es gibt leichtere Formen, sogenannte Anpassungsstörungen, aber auch sehr schwere Formen, zum Beispiel suizidale (Gedanken der Selbsttötung) oder infantizide Gedanken (Gedanken der Kindstötung). Häufig entwickeln sich die Krankheitsbilder schleichend. Bei einer schwereren Ausprägung ist eine Behandlung durch Fachkräfte unbedingt notwendig.

Typische Symptome sind: Besondere Müdigkeit, starke Erschöpfung, Energiemangel, Antriebslosigkeit, Traurigkeit, häufiges Weinen, Schuldgefühle, Inneres Leeregefühl, keine Freude, allgemeines Desinteresse, Konzentrations- und Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, starke Ängste, Panikattacken, Zwangsgedanken (Vorstellungen schädlicher Handlungen), extreme Reizbarkeit, psychosomatische Beschwerden, ambivalente Gefühle dem Baby gegenüber bis hin zu Suizidgedanken oder infantiziden Gedanken.

Die peripartale/postpartale Psychose

Dieses Krankheitsbild kommt selten in der Schwangerschaft vor, überwiegend entsteht es in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung. (In seltenen Fällen kann sich auch aus einer Depression heraus entwickeln und somit auch später noch auftreten.) Die Psychose gilt als die schwerste Form einer peripartalen Krise und kommt bei einer bis drei von tausend Müttern vor. Bei dieser Erkrankung verliert die betroffene Frau teilweise oder ganz den Bezug zur Realität (ist also zeitweise geistig verwirrt). Typische Anzeichen dafür sind extreme Antriebssteigerung, starke motorische Unruhe, Verworrenheit, extreme Angstzustände, extreme Teilnahmslosigkeit, Halluzinationen und Wahnvorstellungen (oft hören die betroffenen Mütter Stimmen und fühlen sich verfolgt).

Eine Psychose muss in jedem Fall medizinisch behandelt werden, da die Mutter sich und das Baby ernsthaft gefährden kann.

Begriffe

postpartal (lat): nachgeburtlich

peripartal (lat): rund um die Geburt

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